Am vergangenen Wochenende nahmen die Nachwuchsathletinnen und -athleten der LG Kurpfalz den weiten Weg nach Konstanz auf, um sich bei den badischen Block- und Mehrkampfmeisterschaften der Altersklassen U14 und U16 mit den Besten der Besten zu messen.

Am eindrucksvollsten präsentierte sich Sophie Knapp im Block Lauf der W15. Sowohl im Weitsprung als auch über die 100m und 80m Hürden war die talentierte Mehrkämpferin vom TSV Oftersheim jeweils die Beste gewesen, so dass ihr im Endresultat mit 2.458 Punkten der Titel nicht mehr zu nehmen war. Im Block Lauf der W14 taten es Tatjana Hoffmann, Tabea Hoffmann und Eva Heimburger ihrer Teamkollegin gleich und belegten in dieser Reihenfolge die Plätze drei, vier und fünf. Etwas Pech hatte an diesem Tag Sarah Meiser im Block Sprint Sprung der W14. Lange lag sie dank toller Leistungen im Sprintbereich auf Kurs für eine Top-Platzierung, bis sie unglücklicherweise aufgrund dreier ungültiger Versuche im Speerwurf auf den 11. Rang zurückfiel. Nichts desto trotz steuerte Sarah wichtige Punkte zur Mannschaftswertung bei, sodass der Titel hier mit Sophie, Tatjana, Tabea, Eva und Sarah an die LG Kurpfalz ging.

Die 12- und 13-jährigen Mädels der U14 taten es ihren älteren Vereinskameradinnen gleich. So gewann Lara Scheel mit herausragenden Leistungen im 75m Sprint (10,49 sek) und Weitsprung (4,78m) die Goldmedaille im Block Sprint Sprung der W12 (2.235 P.) vor Sarah Luise Becker auf dem 8. Platz (2.036 P.). ebenso so stark einzuordnen ist die Leistung der gleichaltrigen Hanna Brenner, die im Block Lauf der W12 vor allem dank der zweitschnellsten Zeit über die 800m (2:39,17 min) mit Rang vier nur knapp am Podium vorbeischrammte. Bei der W13 gelang es Maren Rohrer – ebenfalls im Block Lauf – mit der schnellsten Sprintzeit über die 75m (10,47 sek) und 2.273 Punkten einen tollen 7. Platz einzufahren. Gemeinsam mit Pauline Junker wurden Lara, Sarah Luise,  Hanna und Maren zu Abschluss des Tages Vierte in der Teamwertung der U14. Für die gleichaltrigen Jungs reichte es leider nicht für eine Platzierung in der Teamwertung. Dennoch überzeugten unter anderem Georgi Hristov  im Block Sprint der M13 mit der zweitschnellsten Hürdenzeit sowie Platz Fünf und Leander Georg im Block Lauf auf dem 9. Rang

Maike BraunSo sehen Siegerinnen aus! Die erfolgreichen Mädels der U16

Die Sieben ist die Lieblingszahl der Menschen. Und das hat – wie der Mathematikbuch-Autor Alex Bellox herausfand – auch einen Grund: „Die einzige Zahl, die sich willkürlich und einzigartig anfühlt, ist die 7.“ Wie es scheint, ist Sieben auch die Lieblingszahl von Malaika Mihambo, wenngleich sie für sie in dieser Saison nicht mehr einzigartig ist. Bereits zum dritten Mal knackte die Weitspringerin vom TSV Oftersheim bei Diamond League Meeting in London am vergangenen Sonntag die 7m-Marke und setzte somit ihre beeindruckende Serie fort.

Bereits am Samstag war Malaika gemeinsam mit ihrem Trainer Ralf Weber in die britische Hauptstadt angereist, um genügend Zeit zum Akklimatisieren zu haben. Am Tag darauf ging es schließlich los in Richtung Londoner Olympiastadion, dem Austragungsort der Spiele 2012. Dort versprach ein starkes Teilnehmerfeld einen spannenden Wettbewerb, waren doch große Namen wie die U.S.-Amerikanerin Brittney Reese oder die Ukrainerin Maryna Bekh-Romanchuk mit von der Partie.

Aus diesem Grund wollte Malaika mit ihrem ersten Sprung direkt ein Ausrufezeichen setzen. Leider passte der Anlauf noch nicht hundertprozentig, sodass der Versuch ungültig gegeben wurde. Nach kleinen Korrekturen durch ihren Trainer stimmte im zweiten Durchgang jedoch alles und die 25-Jährige sprang sich mit 6,96m an die Spitze des Feldes. Da sie nun einen guten Versuch stehen hatte, konnte sie in den darauffolgenden Sprüngen volles Risiko gehen und schaffte es, mit 7,02m im Vierten tatsächlich erneut die magische Marke zu knacken und damit einen neuen Meeting-Rekord aufzustellen. Nach weiteren 6,93m sowie einem ungültigen Versuch blieb Malaika weiterhin unangefochten an erster Position und gewann am Ende souverän mit 20cm Vorsprung vor Reese und Bekh.

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Bild: M.Merkel

Solch eine lange Anreise hatten die Nachwuchssprinterinnen der LG Kurpfalz in ihrer bisherigen Sportlerlaufbahn noch nie gehabt: 526 Kilometer und fünfeinhalb Stunden Fahrt lagen am Freitag, den 5. Juli vor ihnen, als sie sich gemeinsam mit ihren Trainern Torben Herrmann und Manfred Köhn sowie ihren Eltern auf den Weg nach Bremen zu den Deutschen Schülermeisterschaften der U16 machten. Für Sophie Knapp, Eva Heimburger, Sarah Meiser, Greta Ziegler und Smilla von Duhn war dies der erste Wettbewerb auf nationaler Ebene – Eine große Sache also für die 14- und 15-jährigen Schülerinnen.

In Bremen angekommen galt es, sich nach der langen Fahrt nochmal ein bisschen zu bewegen und die Beine auszuschütteln, bevor es am Abend schließlich bei Zeiten ins Bett ging. Da die Mädels am Samstag erst zur Mittagszeit ihr Rennen bestreiten würden, konnten sie den Morgen entspannt angehen und nach einem stärkenden Frühstück zur Sportanlage Obervieland fahren. „Das war schon aufregend“, sagte Greta Ziegler, als sie sich an die vielen Eindrücke der Veranstaltung zurückerinnerte. Neben den Wettbewerben hatte der Deutsche Leichtathletikverband zahlreiche Mitmach-Aktionen und Workshops organisiert, um den jungen Sportlerinnen und Sportlern zu zeigen, wohin die Reise „Leistungssport“ sie führen kann. Für all dies hatten die fünf Sprinterinnen vom TSV Oftersheim jedoch zunächst keinen Blick. Sie mussten sich für ihr wichtigstes Rennen der Saison warmmachen. Unter Anleitung von Torben und Manfred wurden nochmal alle Wechsel durchgegangen, dann wurde es ernst: Der Callroom rief.

Gerade erst hatten sich die Trainer, Eltern und Ersatzläuferin Smilla von Duhn zum anfeuern um die komplette Runde verteilt, da ging es auch schon los. Im zweiten von fünf Vorläufen lief die LG Kurpfalz auf der Innenbahn. „Das ist eine gute Ausgangsposition“, sagte Trainer Manfred Köhn, „so haben die Mädels alle anderen Staffeln im Blick.“ Dann wurde es ruhig im Stadion. Greta Ziegler saß bereits in der „Fertig“-Position im Starblock, als gleich zweimal der Starschuss zu hören war. Fehlstart! Gleich gingen die Augen der LG-Kurpfalz-Anhänger in Richtung Kampfrichter: War es Greta? Glück gehabt – eine andere Staffel hatte den Fehlstart verursacht. Beim zweiten Mal ging alles gut und Greta rannte mit Vollgas die erste Kurve. Ihr Wechsel auf Sophie Knapp verlief reibungslos, ebenso die folgenden beiden Übergaben von Sophie auf Eva Heimburger an Position drei sowie am Ende Eva auf Sarah Meiser, die den Staffelstab sicher ins Ziel brachte. Am Ende reichte der 6. Platz in ihrem Vorlauf und eine Zeit von 51,16 sek leider nicht für den Einzug in das kleine Finale; dennoch waren die Mädels happy über diese tolle Mannschaftsleistung.

Für eine der Sprinterinnen war der Wettkampf-Tag jedoch noch nicht vorbei. Sophie Knapp ging zwei Stunden später über die 300m der W15 an den Start. Im zweiten Vorlauf gab die Oftersheimer Sprinterin alles, sodass die Uhr für sie im Ziel als Sechste bei 42,60 sek stehenblieb. Für das Finale reichte diese Zeit leider nicht; hierzu hätte sie ihre persönliche Bestleistung von 42,20 sek deutlich steigern müssen. Nichts desto trotz waren die beiden Trainer am Ende des Tages mächtig stolz auf ihre Schützlinge und auch die Athletinnen selbst fuhren mit einem Lächeln im Gesicht wieder in Richtung Heimat.

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Die erfolgreichen Staffel-Mädels mit ihrem Trainer Manfred Köhn (es fehlt: Torben Herrmann)

 

Das vergangene Wochenende stand ganz im Zeichen der Leichtathletik. An gleich drei unterschiedlichen Meisterschaften nahmen die Athletinnen und Athleten der LG Kurpfalz teil, um möglichst viele Medaillen und Titel zu gewinnen. Am eindrucksvollsten ist dabei die Leistung von Torben Herrmann zu bewerten. Bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren trat er in der Altersklasse M35 über die 100m-Sprintdistanz an und hatte nur ein Ziel vor Augen: Das Erreichen des Finales. In Anbetracht des starken Teilnehmerfeldes war dies bei Weitem keine leichte Aufgabe. Doch Torben schaffte es, sich auf den Punkt zu konzentrieren und zu motivieren, so dass er sich als Fünftschnellster der Vorläufe in einer Zeit von 11,91 sek für den Endlauf qualifizierte. Im Finale wurde es schließlich spannend. Nach einem starken Rennen blieb die Uhr im Ziel für ihn bei einer Zeit von 11,87 sek stehen – eine erneute Steigerung seiner Saisonbestleistung. Doch nicht nur Torben, sondern auch einer seiner Gegner hatte exakt dieselbe Zeit stehen. So musste am Ende das Zielfoto die Entscheidung bringen und zum großen Glück des Sprinters von der LG Kurpfalz viel diese zu seinen Gunsten aus, was die Bronzemedaille bedeutete.

Wagner trumpft im Zielspurt auf

Parallel dazu fanden in Walldorf die Baden-Württembergischen Meisterschaften der U20 und Aktiven statt. Als der Läufer mit der schnellsten Meldezeit hatte Luca Wagner als amtierender badischer Meister über die 800m der männlichen Jugend U20 das klare Ziel, an diesem Tag mit dem Titel in der Tasche nach Hause zu fahren. Doch auch seine Gegner waren in dieser Saison bereits schnelle Zeiten gelaufen, sodass klar war, dass das Rennen keineswegs ein Selbstläufer werden würde. Bereits nach den ersten Metern wurde deutlich, dass dieser Lauf ein typisches „Meisterschaftsrennen“ ist, bei welchem eher taktiert und weniger Tempo gemacht wird. Luca hielt sich taktisch klug stets in Lauerstellung an dritter Position, bis er auf den letzten 150m zum Zielspurt ansetzte und das Rennen souverän in 1:58,36 min für sich entscheiden konnte.

Die gleichaltrige Anne Braun überzeugte ebenfalls auf der Laufbahn. Nachdem sie sich zunächst über die 400m Hürden mit Saisonbestzeit (63,72 sek) den dritten Platz erkämpfte, knüpfte sie am Folgetag über die 100m Hürden an diese tolle Leistung an. Im Vorlauf kam sie nahe an ihre persönliche Bestleistung heran und lief 15,20 sek, sodass sie mit der fünftschnellsten Zeit ins Finale einzog. Hier konnte sie zwar ihre Zeit nicht nochmal verbessern, jedoch zwei der zuvor schneller gelaufenen Konkurrentinnen hinter sich lassen und somit ihre zweite Bronzemedaille gewinnen. Im Wurfbereich trumpften zudem Martin Erle und die Geschwister Sturm auf. Sowohl Yannick als auch Isabelle traten im Diskuswurf an, wobei Yannick bei den Männern mit 41,57m Vierter und Isabelle bei den Frauen mit 39,78m Fünfte wurde. Martin gewann in Speerwurf mit 61,31m schließlich eine weiter Bronzemedaille für die LG Kurpfalz.

Auch der Nachwuchs überzeugt

Bei den Badischen 4-Kampf-Meisterschaften in Mosbach belegte Lara Scheel in der Altersklasse W12 den Bronzerang, nachdem sie unglaublich schnelle 9,98 sek über die 75m rannte und auch im Weitsprung mit 4,86m überzeugte. Im gleichen Wettbewerb wurde Sarah Becker Zehnte, wobei sie über die 75m eine neue Bestzeit von 10,51 sek aufstellte. Bei den Mädchen der W13 punktete Katharina Eckert vor allem im Ballwurf (44m) und im Hochsprung (1,44m), was ihr im Endresultat den 5. Platz einbrachte. Gleich vier persönliche Bestleistungen stellte zudem Georgi Hristov in der M13 auf. So knackte er beispielsweise zum ersten Mal die 5-Meter-Marke im Weitsprung mit 5,10m und übersprang 1,44m im Hochsprung. Diese tollen Leistungen reichten am Ende für den 9. Platz.

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Luca Wagner spurtet mit einem starken Finish zum Titel

„Die Goldmedaille und somit der Titel des badischen Meisters 2019 geht an die LG Kurpfalz.“ Dieser Satz war am vergangenen Samstag bei den Badischen Meisterschaften in Schutterwald mehr als einmal durch die Stadionlautsprecher zu hören. Insgesamt sechsmal standen Athletinnen und Athleten der LG Kurpfalz ganz oben auf dem Podium und heimsten den Meistertitel ein.

Am erfolgreichsten war an diesem Wochenende Anne Braun vom TSV Oftersheim. Die 19-Jährige ging in gleich drei verschiedenen Disziplinen an den Start und sicherte sich bei jeder von ihnen den 1. Platz. Zunächst gelang ihr ein souveräner Sieg über die 100m Hürden (15,43 sek), welchen sie kurz darauf auch über die vierfache Distanz bei den 400m Hürden (63,99 sek) wiederholte. Die gleichaltrige Vanessa Weiß wagte sich ebenfalls an die ganze Stadionrunde heran, jedoch ohne Hürden in der Bahn. In einer Zeit von 65,50 sek wurde sie im Gesamtergebnis Fünfte. Im anschließenden Speerwurf konnte sie sich sogar noch einen Rang weiter vorne platzieren, nachdem sie nach mehreren ungültigen Versuchen im letzten Durchgang den Speer auf ihre Tagesbestweite von 30,68m werfen konnte. Weitere vierte Plätze heimsten zudem Louisa Ludwig (U18) über die 200m mit 27,35 sek sowie Isabelle Sturm (Frauen) im Diskuswurf (39,97m) ein. Die Nachwuchs-Werferin Maike Deckert wurde in der Altersklasse U18 sowohl im Kugelstoßen (10,81m) als auch im Diskuswurf (26,37m) tolle Fünfte.; für die gleichaltrige Carina Meiser reichte eine Zeit von 64,66 sek über die 400m für den 7. Platz.

In der männlichen Jugend U20 ging Luca Wagner als als klarer Favorit über die 800m ins Rennen, hatte er doch die mit Abstand schnellste Saisonbestleistung stehen. Selbstbewusst lief er von Beginn an an der Spitze des Feldes und machte ordentlich Tempo, wofür er im Ziel mit dem Meistertitel sowie einer guten Zeit von 1:56,97 min belohnt wurde. Ebenfalls Badischer Meister darf sich nun auch der Speerwerfer Martin Erle nennen. Bei den Männern hielt er seine Konkurrenten deutlich auf Distanz und siegte mit einer Weite von exakt 64,00m. Im Dikuswurf der Männer gewann Yannick Sturm mit starken 40,20m die Silbermedaille und Kim-Lukas Koloska wurde in einer Zeit von 16,07 sek Vierter über die 110m Hürden der männlichen Jugend U18. Abgerundet wurde der erfolgreiche Tag durch den 6. Platz von Jakob Gieser über die 800m der U20 in 2:11,11 min.

Das Highlight des Tages waren die abschließenden 4x400m-Staffeln der Männer und Frauen. Beiden Teams der LG Kurpfalz gelang es, sich von den anderen Mannschaften klar abzusetzen und somit zwei weitere Goldmedaillen zu gewinnen. Die Frauen liefen in der Besetzung Anne Braun, Jennifer Matern, Louisa Ludwig und Denise Grashoff (4:11,27 min); bei den Männern waren Jonas und Yannik Dudda, Finn Zimmermann und Luca Wagner am Start (3:25,99 min).

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Voller Fokus auf die Hürden - Die Badische Meisterin Anne Braun