Am Sonntag, den 17. Februar, fand in der Mannheimer Leichtathletikhalle der Höhepunkt der diesjährigen Hallensaison für die Altersklasse U16 statt. Wer sich hier gut präsentiert, setzt schon einmal ein Ausrufzeichen in Richtung Sommersaison und kann zudem wichtige Wettkampferfahrung sammeln.

Sophie Knapp ging an diesem Tag mit der Mission Podium an den Start über die 300m. Bestens vorbereitet dank vieler Tempolaufeinheiten in der Vorbereitung bewies die Oftersheimer Athletin über die eineinhalb Hallenrunden Stehvermögen und gewann somit in starken 44,24 sek die Bronzemedaille in der Altersklasse W15. Zuvor hatte die Mehrkämpferin bereits im Weitsprung ihre Vielseitigkeit unter Beweis gestellt, wo sie mit 4,87m auf dem 5. Platz landetet. Dieselbe Platzierung erreichte die gleichaltrige Greta Ziegler über die 800m (2:38,94 min); im 60m Hürdenlauf belegte sie den siebten Rang in 8,41 sek. Ein Jahr jünger, jedoch genauso erfolgreich, präsentierten sich die Mädels der W14. Hier lief sich Sarah Meiser im 60m A-Finale in 8,39 sek auf den 4. Platz, womit sie nur um einen Hauch die Medaillenränge verfehlte. Eva Heimburger stellte ebenfalls ihre Sprintfähigkeit unter Beweis und wurde Zweite im B-Finale (8,51 sek), was im Gesamtergebnis Rang Acht bedeutete. Ebenfalls auf dem 4. Platz landete Tatjana Hoffman über die 60m Hürden in schnellen 10,02 sek. Abgerundet wurde dieses geschlossen starke Mannschaftsergebnis schließlich von Yannick Schaub, der sich über die 60m Hürden in männlichen Jugend U14 in 10,57 sek den 5. Platz sicherte. Einzig die Disqualifikation der Mädchenstaffel aufgrund der Tatsache, dass das Staffelholz fallengelassen wurde, trübte die Stimmung ein wenig, lagen die Mädels doch auf Kurs in Richtung einer Top-Platzierung.

„Das war durch die Bank weg eine gute Leistung“, lobte Trainer Torben Herrmann nach Wettkampfende seine Schützlinge. Die Gruppe kann also nun mit einer ordentlichen Portion Motivation in die letzte Vorbereitungsphase starten, bevor Ende April die Sommersaison losgeht.

Maike Braun

Sarah Meiser sprintet auf den 4. Platz
Sarah Meiser sprintet auf den 4. Platz

Parallel zu den Deutschen Hallenmeisterschaften der Aktiven fanden am vergangenen Wochenende die Badischen Meisterschaften der Altersklassen U18/U20 in Mannheim statt. Hierfür hatten sich im Vorhinein sieben Leichtathleten der LG Kurpfalz qualifiziert und waren an diesem Samstag motiviert und siegeshungrig auf Medaillenjagd gegangen.

Am eindrucksvollsten präsentierte sich Luca Wagner über die 400m der männlichen Jugend U20. Über die zwei Runden auf der blauen Bahn lief der Oftersheimer seinen Konkurrenten davon und gewann in einer sensationellen Zeit von 51,91 sek die Goldmedaille sowie den Badischen Meistertitel. Im gleichen Lauf ging auch Finn Zimmermann an den Start und schrammte in schnellen 53,55 sek und Rang Vier nur knapp am Podium vorbei. Im Weitsprung war es der gleichaltrige Lucas Braun, der mit einer Weite von 6,05m Silber holte. Zwar hatte er die gleiche Bestweite wie sein Mitstreiter auf dem Bronzerang vorzuweisen, jedoch verhalf ihm sein im Vergleich besserer zweitbester Sprung dazu, sich im Medaillenkampf durchzusetzen. Ebenfalls stark ist die Leistung von Kim-Lukas Koloska über die 60 m Hürden der Altersklasse U18 einzuordnen. Der Mehrkämpfer belegte hier im Finale in schnellen 9,26 sek den 5. Platz.

In der weiblichen Jugend U20 glänzte erneut die talentierte Langsprinterin Clara Wollschläger über die 400m. In einer Zeit von 59,41 sek gewann sie Silber und darf sich somit von nun an Badische Vizemeisterin nennen. Ebenfalls glücklich über eine tolle Zeit im 200m Sprint war die ein Jahr jüngere Louisa Ludwig. In 27,07 sek konnte sie ihren Lauf gewinnen und sich im Gesamtergebnis über den 7. Platz in einer starken Konkurrenz freuen. Abgerundet wurde dieser erfolgreiche Wettkampftag durch Maike Deckert im Kugelstoßen der U18, die mit einer Weite von 10,37 m auf dem 8. Rang landete.

Maike Braun

Am 27. Januar fand in der Mannheimer Leichtathletikhalle ein Sportfest für die Altersklasse U16 statt. Mit dabei waren elf Athletinnen und Athleten der LG Kurpfalz, die allesamt auf der Jagd nach Normen für die Badischen Meisterschaften waren.

In der männlichen Jugend der 14-jährigen Jungen glänzte an diesem Tag besonders Yannick Schaub mit tollen Leistungen über die Hürden, im Sprint und im Weitsprung. Am besten schnitt er dabei über die 60m Hürden ab, wo er in einer Zeit von 10,77 sek die Bronzemedaille gewann. Zudem wurde er Vierter über die 60m (8,74 sek) sowie Siebter im Weitsprung (4,59m). Sein Teamkollege Bela Keitel war dabei ebenfalls im Spint und Weitsprung am Start. Bei den gleichaltrigen Mädchen überzeugte Tatjana Hoffman mit einem 2. Platz über die 60m Hürden in 9,92 sek; ihre Teamkollegin Sarah Meiser wurde tolle Vierte (10,17 sek). Sarah wurde zudem zweimal Fünfte im 60m Sprint (8,46 sek) sowie über die 800m (2:44,97 min) und Tatjana Vierte im Kugelstoßen mit einer Weite von 7,24m. Des Weiteren belegte Anna Berner über die 800m den 7. Platz (2:48,50 min) und Tabea Hoffmann erreichte dieselbe Platzierung im B-Finale über die 60m, welches Smilla von Duhn knapp verpasste.

Der ein Jahr älteren Greta Ziegler gelang über die 800m in schnellen 2:32,96 min sogar der Tagessieg, wo sie zuvor bereits über die 60 m (8,32 sek) auf dem Bronzerang und im Weitsprung auf dem 6. Platz gelandet war. Einen Rang hinter ihr belegte Magdalena Weber im 800m-Rennen den 2. Platz in 2:51,96 min. Mit Platz vier im Weitsprung (4,94m), Platz fünf im Kugelstoßen (8,62m) sowie einem siebten Platz im Sprint (8,45 sek) rundete Sophie Knapp schließlich das tolle Tagesergebnis der LG Kurpfalz ab, sodass am Ende insgesamt elf Qualifikationen für die Badischen Meisterschaften zu Buche standen.

Maike Braun

Zwei Wochen nach ihrem fulminanten Erfolg beim ISTAF Indoor Meeting in Berlin legte Malaika Mihambo am vergangenen Wochenende bei den Deutschen Hallenmeisterschaften nach. Wenngleich die großen Namen der deutschen Weitsprungkonkurrenz an diesem Wochenende in Leipzig nicht vertreten waren, war der Sieg der 25-Jährigen kein Selbstläufer. Grund dafür war, dass Malaika es, ähnlich wie beim ISTAF, zu Beginn erst einmal spannend machte.

Nach zwei ungültigen Versuchen stand sie im dritten Durchgang enorm unter Druck, diesen Sprung nun gültig zu machen. Schafft sie es nicht, wäre der Wettbewerb für die Titelfavoritin bereits vorbei, bevor er überhaupt richtig begonnen hat. Daher machte die Oftersheimerin auf Anweisung ihres Trainers einen Sicherheitssprung, um auf keinen Fall das Brett zu übertreten. So wunderte sich mancher Zuschauer über die für Malaika eher kurze Weite von 6,21 m, mit welcher sie im Zwischenergebnis lediglich an dritter Stelle stand. Doch sie behielt einmal mehr die Nerven und setzte im darauffolgenden 4. Durchgang mit 6,66 m nicht nur ein dickes Ausrufezeichen, sondern stand auch endlich an der Spitze der Weitsprungkonkurrenz. Von dieser Position war sie von diesem Moment an nicht mehr zu verdrängen; Malaika steigerte sich sogar noch auf starke 6,72 m, sodass sie am Ende mit einem beachtlichen Vorsprung vor der Zweitplatzierten Annika Gärzt (6,47 m) die Goldmedaille gewann und somit ihren Deutschen Hallenmeistertitel verteidigte.

Maike Braun

Wie steckt es ein Sportler weg, wenn er sich seinen großen Traum einer internationalen Goldmedaille erfüllt und über Wochen hinweg auf einer Erfolgswelle reitet? Häufig kommt es vor, dass solchen Athleten schnell alles über den Kopf wächst, sie erst einmal von einem Leistungstief eingeholt werden und vor lauter Medienrummel der Fokus weg vom Sport rutscht. Nicht so jedoch bei Malaika Mihambo. Nach ihrem Triumph bei den Europameisterschaften in Berlin vergangenen Sommer hat sie nach einer mehrwöchigen Indien-Reise die vielen Eindrücke und Erfahrungen verarbeiten und sich gemeinsam mit ihrem Trainer Ralf Weber auf die neue Saison vorbereiten können. Man konnte also davon ausgehen, dass Malaika nicht zu der Sorte Topathleten gehört, die zunächst unter ihren Möglichkeiten bleiben. Doch wie stark die 25-Jährige zum jetzigen, noch frühen Zeitpunkt der Saison tatsächlich ist, hätte wohl kaum jemand erwartet.

Nach zwei „Vorbereitungswettkämpfen“ im 60m-Sprint und Weitsprung fand für Malaika am vergangenen Freitag das erste Kräftemessen mit den besten Weitspringerinnen der Welt beim ISTAF Indoor-Meeting in Berlin statt. Das Ziel war dabei klar definiert: Die guten Trainingswerte in Leistung umsetzen. So schnell wie jetzt war sie schließlich noch nie und je schneller der Anlauf ist, desto weiter kann man potenziell springen. Jedoch zeigte die Oftersheimerin in den ersten Versuchen Nerven. Nach zwei ungültigen Sprüngen zum Auftakt stand sie vor dem Druck, im dritten Durchgang in jedem Fall das Brett treffen zu müssen und einen gültigen Sprung zu machen. Und was macht Malaika? Sie bleibt cool, steigert ihre vorherige Hallenbestleistung um 22 Zentimeter und setzt sich mit 6,94m deutlich an die Spitze des Teilnehmerfeldes. Getragen von der tollen Stimmung war sie von nun an wie beflügelt und steigerte sich im vierten Versuch auf sagenhafte 6,99m, womit sie sich auf den 1. Platz der aktuellen Weltjahresbestenliste setzte – keiner ist in dieser Saison bisher also weiter gesprungen als Malaika. Bei ihrem letzten Sprung rundete sie diese eindrucksvolle Serie schließlich mit einer Weite von 6,98m ab und lies sich anschließend gebührend vom Publikum für ihren Meeting-Sieg feiern.

Alle Leichtathletikfans dürfen sich nun auf weitere zwei Wettkämpfe mit Malaika freuen – sie wird in den kommenden Wochen sowohl bei den Deutschen Hallenmeisterschaften als auch bei den Halleneuropameisterschaften an den Start gehen. Ob sie es noch im Winter schafft, die 7m-Marke zu knacken, oder ob sie sich dies für die Freiluftsaison aufhebt, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Malaika wird alles dafür geben, um die magische Grenze zu überspringen!

Maike Braun