Schon immer war die LG Kurpfalz bei Mannschaftswettbewerben vorne mit dabei. Gerade im Bereich der weiblichen Jugend gibt es in Baden kaum ein Team, das so breit aufgestellt ist wie sie. Trotz alldem ist ein Titelgewinn bei weitem kein Selbstläufer, sondern bedarf jedes Jahr aufs neue einer intensiven Vorbereitung sowie Athletinnen, die Topleistungen abrufen können. Mit dem Sieg aus dem Vorjahr im Gepäck reiste die Mannschaft der weiblichen Jugend U18 somit am vergangenen Samstag zu den Badischen Mannschaftsmeisterschaften nach Kirchzarten an, um die „Mission Titelverteidigung“ anzugehen.

Ihr Ziel fest im Blick legten die Mädchen gleich in der ersten Disziplin ordentlich los. Maike Deckert stieß die Kugel auf die Tagesbestweite von 10,35 m und steuerte ebenso wie Hannah Gieser wichtige Punkte dazu bei, um von Beginn an im Kampf um die Goldmedaille mitzumischen. Doch auch die Konkurrenz aus Konstanz hatte starke Kugelstoßerinnen in ihren Reihen, sodass beide Teams gleichauf ihre jeweils besten Sprinterinnen an den 100 m Start schickten. Hier demonstrierten Louisa Ludwig (13,34 sek) und Greta Ziegler (13,43 sek) eindrucksvoll ihre Schnelligkeit und verwiesen die anderen Starterinnen mit weitem Abstand auf ihre Plätze. Im anschließenden Weitsprung gelang ihnen ähnliches; Sophie Knapp lag mit 4,94 m um einen Hauch von drei Zentimetern vor Louisa. „Das war für beide eine neue persönliche Bestleistung“, sagte ihre Betreuerin Christine Braun und lobte den großen Einsatz der Mädels. Über die 800 m war die Angelegenheit jedoch nicht ganz so klar wie in den Disziplinen zuvor. Als eigentliche Langsprint-Spezialistin konnte Louisa zwar dank eines großartigen Finishs die schnellste Zeit der Konkurrenz für sich verbuchen (2:32,88 min), lag damit jedoch nur knapp eine Sekunde vor den beiden Läuferinnen aus Konstanz. Aufgrund der ebenfalls tollen Leistung von Carina Meiser über diese Distanz (2:39,88 min) verlor die LG Kurpfalz jedoch kaum Punkte, sodass sie sich für die letzten drei Disziplinen bereits ein gutes Punktepolster erarbeitet hatten. Aufgrund weiter Würfe im Speer durch Maike (28,84 m), Sophie (24,54 m) und Lea Hoffmann (21,72 m) sowie den besten Hochsprungleistungen des Tages von Sophie (1,44 m) und Carina (1,32 m) war dem Team vor dem abschließenden Staffelwettbewerb der Titel eigentlich nicht mehr zu nehmen. Doch wer sich mit Leichtathletik auskennt, der weiß um die Tücken und Risiken, die mit der 4x100m Staffel verbunden sind und wie leicht es passiert, dass eine Staffel aufgrund eines Wechselfehlers oder Stabverlusts disqualifiziert wird. An diesem Tag klappte jedoch alles wie am Schnürchen und die Mädels liefen in der Besetzung Greta, Sophie, Louisa und Maike nicht nur souverän mit fast sechs Sekunden Vorsprung den Sieg nach Hause, sondern knackten mit einer Zeit von 51,10 sek zudem die geforderte Qualifikationsleistung für die Süddeutschen Meisterschaften. In der Endabrechnung lag die LG Kurpfalz schließlich sage und schreibe 500 Punkte vor dem Team aus Konstanz und sicherte sich somit eindrucksvoll den Titel „Badischer Mannschaftsmeister 2019“.

Maike Braun

So sehen Sieger aus - Frauenpower der LG Kurpfalz

Wer auf die Ergebnislisten der ersten offenen RNK Metropolmeisterschaften blickt, dem fällt auf, dass auf den Plätzen eins bis drei sehr häufig der Verein LG Kurpfalz auftaucht. Insgesamt 25 Medaillen sahnten die Athletinnen und Athleten ab und dominierten somit, besonders in der Jugend, das Teilnehmerfeld.

 Die fleißigste Medaillensammlerin der LG war an diesem Wochenende Sophie Knapp. In der W15 gewann sie sowohl über die 300m (44,62 sek) als auch über die 800m (2:39,47 min) Gold sowie zweimal Silber im Weitsprung (4,79m) und Kugelstoßen (8,82m). Die gleichaltrige Greta Ziegler belegte hinter Sophie über die 300m in 45,24 sek den 2. Platz, Lea Hoffmann wurde Dritte im Speer (22,62m). In der Altersklasse W14 war es Sarah Meiser, die wie der Blitz über die Bahn fegte und Gold über 300m (45,02 sek) und 300m Hürden (49,07 sek) holte, wobei über die 300m mit Anna Berner (47,57 sek) ebenfalls eine Silbermedaille an die LG Kurpfalz ging. Im Kugelstoßen überzeugte Pauline Nagel mit Talent und einem starken Arm, indem sie sich mit tollen 7,71m vor Tatjana Hoffmann (7,41m) und Eva Heimburger (6,58m) den Meistertitel sicherte. Eva gewann zudem Silber im Speerwurf (16,62m) und die Zwillinge Tabea und Tatjana Hoffmann überzeugten sowohl über die 800m als auch bei den 80m Hürden mit schnellen Beinen und guter Technik. Des Weiteren wurde Smilla von Duhn im Weitsprung Vierte mit 4,15m. In der W13 und W12 kamen durch tolle Leistungen von Maren Rohrer (10,65 sek) und Hanna Brenner (11,77 sek) über die 60m Hürden noch zwei weitere Bronzemedaillen hinzu und auch die 4x100m Staffel der weiblichen Jugend U16 lief sich in der Besetzung Tabea Hoffmann, Sarah Meiser, Smilla von Duhn und Tatjana Hoffmann ebenfalls auf den 3. Rang (53,78 sek).

Auch in den älteren Jahrgängen waren die Erfolge reich gesät. Anne Braun gewann in der weiblichen Jugend U20 souverän die Goldmedaille über die 400m (59,87 sek), gefolgt von Vanessa Weiß auf dem Bronzerang. Im Speerwurf tauschten die beiden anschließend ihre Positionen, als Vanessa mit 29,78m Zweite wurde und Anne auf dem 3. Platz landete. Ebenfalls über die 400m-Distanz gewannen Finn Zimmermann (54,08 sek) bei der U20, Carina Meiser (67,23 sek)  in der U18 der weiblichen Jugend und Kim-Lukas Koloska (56,98 sek) in der männlichen Altersklasse U18  jeweils die Silbermedaille. Zu guter Letzt stellte sich heraus, dass der Name „Paul“ an diesem Wochenende offensichtlich mit Erfolg verknüpft war. Sowohl Paul Niklas über die 100m (Gold in 11,61 sek) und 200m (Silber in 24,01 sek) als auch Paul Wagner über die 800m (Gold in 2:18,05 sek) standen ganz oben auf dem Treppchen und unterstrichen mit ihren Leistungen eindrucksvoll ihre ansteigende Form.

Maike Braun

Der ein oder andere hätte sich zum Auftakt der neuen Leichtathletiksaison sicher ein paar Grad mehr und Sonnenschein gewünscht, jedoch meinte es der Wettergott am 5. Mai leider nicht besonders gut mit den zahlreichen Teilnehmern der 38. Eppelheimer Bahneröffnung. Wer allerdings nahezu den gesamten Winter draußen trainiert hat und somit Kälte und Wind zu trotzen weiß, der hatte an diesem Tag dennoch gute Karten, direkt beim ersten Wettkampf der Saison das Ziel „Qualifikation für die Badischen Mehrkampfmeisterschaften“ anzugehen. So nahmen insgesamt 26 Nachwuchs-Athletinnen und Athleten der LG Kurpfalz teil, um im Block Sprint Sprung oder Block Lauf eine Quali zu schaffen.

Besonders stark präsentierten sich die Mädels der weiblichen Jugend. In der Altersklasse W14 belegten Tatjana Hoffmann (2.379 Punkte), Sarah Meiser (2.297), Tabea Hoffmann (2.223) und Eva Heimburger (2.107) im Block Lauf die Plätze eins bis vier und sicherten sich zudem alle die Teilnahme an den Badischen Meisterschaften. Dabei überzeugten die Zwillinge Tabea und Tatjana über die 2.000 m sowie Sarah mit schnellen Zeiten im Sprint und über die Hürden. Die gleichaltrige Smilla von Duhn wurde im Block Sprint Sprung tolle Vierte (1.986). Auch im Jahrgang der 15-Jährigen wurde das Podest von den Farben Blau und Weiß dominiert. Hier gewann Sophie Knapp mit deutlichem Vorsprung und besonders Dank guten Leistungen in Sprint und Weitsprung mit 2.402 Punkten vor Greta Ziegler (2.150) und Magdalena Weber (1.881), wobei es Sophie und Greta ebenfalls gelang, sich für den Endkampf im Sommer zu qualifizieren. Gemeinsam gewannen Sophie, Tatjana, Sarah, Tabea und Greta zudem die Mannschaftswertung des Tages.

Die Mädchen der Altersklasse W12/13 standen ihren älteren Teamkolleginnen in nichts nach. Lara Scheel siegte mit überragenden Leistungen in Sprint und Weitsprung im Block Sprint Sprung der W12 (2.115) vor Sophie Borlinghaus auf dem Silberrang (2.078) und Sarah Luise Becker auf dem 5. Rang (1.878), was auch für Lara und Sophie die Qualifikation bedeutete. Im Block Lauf belegt die gleichaltrige Angelina Georg mit 1.954 Punkten ebenfalls Platz fünf vor Lea Castellani (1.787), Maya Henrich (1.766) und Ella Hehl (1.578) auf den Rängen sieben, acht und elf. Ebenfalls im Block Lauf gewann Katharina Eckert in der W13 dank einer überragenden Leistung im Ballwurf (43,5 m) mit 2.310 Punkten die Silbermedaille vor Maren Rohrer, die durch eine schnelle Zeit im Sprint ihren vierten Platz (2.170) sowie, genauso wie Katharina, die Teilnahme an den Badischen Meisterschaften absicherte. Die 13-jährige Pauline Junker startete als einzige LG-lerin ihres Jahrgangs im Block Sprint Sprung, wo sie mit 2.083 Punkten nur um einen Hauch den 4. Platz verpasste. Für diese geschlossen starke Teamleistung wurden Katharina Eckert, Maren Rohrer, Lara Scheel, Pauline Junker und Sophie Borlinghaus zudem mit dem Sieg in der Mannschaftswertung belohnt.

Doch nicht nur die Mädchen, auch die männlichen Vertreter der LG-Kurpfalz stellten an diesem Tag unter Beweis, was an Schnelligkeit und Sprungkraft in ihnen steckt. So sicherte sich Yannick Schaub als Bester über die Hürden und im Weitsprung in der M14 mit 2.176 Punkten die Goldmedaille und die Quali im Block Sprint Sprung vor seinen Mannschaftskameraden David Waeldin (2.003), Béla Keitel (1.960) und Jan Kula (1.810) auf den Plätzen vier, fünf und sechs. In der M13 gelang es sogar beiden Startern der LG Kurpfalz, sich das Ticket für den Endkampf zu erkämpfen. Georgi Hristov schaffte es mit 2.158 Punkten und tollen Leistungen in Sprint, Hürden und Weitsprung auf den Silberrang und Moritz Braun (2.004) auf den 4. Platz. Abgerundet wurde dieses tolle Ergebnis schließlich von der Bronzemedaille und Qualifikation Leander Georgs im Block Lauf der M12 (1.774) sowie Karsten Krein als Neunter (1.526)  im gleichen Wettbewerb.

Maike Braun

Regen, Wind und eine Außentemperatur von gerade einmal 6 Grad ist nicht gerade ein Wetter, bei welchem Leichtathleten am liebsten einen Wettkampf bestreiten. Leider waren dies jedoch genau jene Bedingungen, die bei der alljährlichen Bahneröffnung in Walldorf am vergangenen Wochenende vorherrschten. Dennoch traten an diesem Samstag  13 Athletinnen und Athleten der LG Kurpfalz an, um zum ersten Mal in dieser Sommersaison ein wenig Wettkampfluft zu schnuppern. Das Besondere an diesem Wettkampf war dabei, dass keine der angebotenen Distanzen mit den Disziplinen übereinstimmt, die bei Meisterschaften gelaufen werden.

Gerade einmal acht Tage nach Ende des Trainingslagers zauberten alle LG-ler schnelle Zeiten auf die Bahn. Bei den Männern gewann Torben Herrmann in 9,83 sek souverän die 80m, Joans Dudda gelang gleiches über die 300m (36,04 sek). In der männlichen Jugend U18 stellten zudem Paul Niklas und Kim-Lukas Koloska über die 80m und 150m ihre Sprintstärke unter Beweis, wobei Paul mit 9,66 sek über die 80m die zweitschnellste Zeit anbot. Kim-Lukas gelang es zudem, sich in seinem letzten Versuch im Speerwerfen auf eine starke Weite von 32,33m zu steigern. Ebenfalls in einer Wurfdisziplin, jedoch im Kugelstoßen, belegten Sebastian Satzke und Sven Stumpf die Ränge drei und vier bei den Männern.

Bei der weiblichen Jugend glänzte die Langhürdenspezialistin Anne Braun in der Altersklasse U20 mit einer Bestzeit (46,40 sek) und dem Sieg über die 300m Hürden, ihre Teamkollegin Vanessa Weiß tat ihr gleiches über die 300m flach nach (46,61 sek). Zuvor hatte Vanessa bereits im Speerwurf mit 30,98m ebenfalls den Tagessieg eingefahren. In der U18 überzeugte Emma Volandt mit einem zweiten und einem dritten Platz über die 80m (11,24 sek) und die 150m (21,22 sek); Cosima Danei, Kathrin Krämer und Maike Deckert traten ebenfalls über diese Distanzen an und der gleichaltrigen Carina Meiser gelang ebenfalls ein zweiter Platz über die 300m Distanz in 46,27 sek. Abschließend konnte Maike Deckert den Speerwurf und das Kugelstoßen der U18 für sich entscheiden, wobei sie im Speer zwei Plätze vor Lea Hoffmann auf Rang drei lag.

Maike Braun

Die U12 und U14 fuhren am Sonntag, den 14. April nach Mosbach in die Jugendherberge „Mutschlers Mühle“.

Mit unseren Trainern Christine Braun, Sven Stumpf, Morten Angstmann und dem FSJ`ler Jakob Gieser waren wir insgesamt 47 Leute.

Als wir unsere Zimmer fertig bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zum nahegelegenen Sportplatz, wo unser erstes Training stattfand. Danach gingen wir auf unsere Zimmer, um zu duschen und uns für das Abendessen um 18 Uhr fertig zu machen. Nach dem leckeren Essen hatten wir bis um 20 Uhr Freizeit, denn dann begann der erste lustige Spieleabend, welcher bis um viertel nach 10 ging. Anschließend machten wir uns fertig zum Schlafen, da um 22 Uhr Nachtruhe war.

Um 8 Uhr gab es jeden Morgen Frühstück, worauf immer die erste Trainingseinheit des Tages folgte. Nach dem Mittagessen und einer erholsamen Pause begann das zweite Training.

Die U14 hatte insgesamt acht Trainingseinheiten, in denen Disziplinen wie Weit- und Hochsprung, Hürden, Ballwurf, Speer, Sprint und Staffel, sowie Koordination und Stabi trainiert wurden.

Die Kinder der U12 hatten nur 6-mal Training, da für sie das Trainingslager schon am 17. April endete.

Für die U14 war der 18. April der Abreisetag. Nach der letzten Trainingseinheit und dem Mittagessen wurden wir schließlich erschöpft und mit Muskelkater abgeholt.

Zu unserer Freude durften wir noch den FSJ`ler Jakob Gieser ein paar Fragen stellen.

  1. Was hat dir am meisten Spaß gemacht?

„Es hat großen Spaß gemacht, bei dem guten Wetter das Training zu geniessen. Am besten fand ich das Staffeltraining.“

  1. Wie war dein erstes Mal als Betreuer im Trainingslager?

„Ich fand es toll, auch wenn die Kinder mich vor unterschiedlich schwere Aufaben gestellt haben.“

  1. Würdest du nochmal als Betreuer mitgehen?

„Ja, auf jeden Fall würde ich es wiederholen, auch wenn es manchmal ziemlich anstrengend war.“

Von den U14ern Pauline Junker und Maren Rohrer